Jens Käsbauer Mediengestaltung

Design, Marketing, Leidenschaft

Google Reader vor dem aus?

Google hat gestern bekanntgegeben, dass man den, vorallendingen bei Bloggern, Journalisten und Webdevelopern, beliebten Dienst zum 01. Juli nicht mehr weiterbetreiben werde. Im offiziellen Google Blog heist es dazu:

We launched Google Reader in 2005 in an effort to make it easy for people to discover and keep tabs on their favorite websites. While the product has a loyal following, over the years usage has declined. So, on July 1, 2013, we will retire Google Reader. Users and developers interested in RSS alternatives can export their data, including their subscriptions, with Google Takeout over the course of the next four months.

Demnach sein die Benutzerzahlen des in 2005 gestarteten Dienstes über die Jahre hinweg stetig gesunken und man will den Reader deshalb, trotz der treuen Gefolgschaft, zum 01. Juli abschalten. Die Möglichkeit des Datenexports inklusive der Abonnements bietet man den Benutzern via Google Takeout an.

Petition gegen die Abschaltung
Doch genau diese treue Gefolgschaft geht nun auf die Barrikaden: Wie die t3n berichtet hat Daniel Lewis aus New York eine Petition bei Change.org veröffentlicht in welcher er Google dazu auffordert den Dienst wiederzubeleben. Dieser Forderung haben sich zum aktuellen Zeitpunkt bereits fast 24.000 Unterzeichner angeschlossen. Ein gutes Beispiel also von gelebter Demokratie im Netz. Inwieweit diese Petition jedoch Aussicht auf Erfolg hat ist ebenso fraglich, wie die Menge der benötigten Unterzeichner einer solchen Petition. Schließlich ist Google nicht dazu verpflichtet dieser Petition nachzugeben.

Ich finde es auf jeden Fall interessant, was sich hier abzeichnet und bin gespannt auf die nächsten Stunden und Tage. Wie sieht es bei Dir aus? Nutzt Du den Google Reader, oder ist Dir dieser Dienst vollkommen egal?

 

Google Currents – Die Tageszeitung für Tablets und Smartphones

Mitte Dezember veröffentlichte Google mit der Version 2.0 der neuen Reader-App Currents einen neuen Meilenstein auf dem Weg zur digitalen Tageszeitung. Erhältlich ist die Software für Android- und iOS-Geräte und ist damit auf den derzeit gängigsten Geräten einsatzbereit. Bei Google Currents handelt es sich um eine neue Readerapp mit der man, nach erfolgreicher Installation, die aktuellen News Streams großer Tageszeitungen auf seinem mobilen Endgerät ansehen kann. Das ganze wird dann von der Software im modernen Magazin-Stil aufbereitet. Und hier liegt eine der größten Stärken des neuen Readers: Moderne Optik, ansprechende und sehr lesbare Typografie wecken den Spaß am Lesen und der Benutzung der App. Die Möglichkeit, ähnlich wie ihn eBooks, durch die News und Quellen zu blättern runden das Design ab und machen die Software sehr intuitiv benutzbar.

Wer ist alles dabei?
Da Google Currents eine noch recht junge Plattform ist, sind die Veröffentlichungen im deutschsprachigen Raum vielleicht nicht mehr wirklich dünn gesät, wirklich namhafte Publisher finden sich derzeit aber eher noch in den technikaffinen Bereichen und so wundert es auch nicht, das Golem, ZDNet, t3n, netzwelt und viele weitere bekannte Namen aus diesem Bereich dabei sind. Mit der NZZ und dem Kicker sind die beiden bekanntesten deutschsprachigen Zeitungen, die bis jetzt ihre News dort veröffentlichen, wohl auch schon genannt. Ich gehe aber davon aus, das sich das in den nächsten Wochen und Monaten noch ändern wird und viele weitere Verlage und Unternehmen auf diesen Zug aufspringen werden.

Eigene RSS-Feeds einbinden
Aber nicht nur die Optik macht einiges her: Auch der Funktionsumfang kann sich sehen lassen. Eigene Newsquellen, wie RSS-Feeds oder Blogs, lassen sich leicht einfügen, wodurch sich schnell die eigene, persönliche Tageszeitung erstellen lässt, die einem kostenlos und jederzeit aktuell die neuesten Informationen sauber aufbereitet präsentiert. Einen Blick ist die App meiner Meinung nach Wert. Ihr könnt sie kostenlos im Google Play-Store oder im Apple AppStore herunterladen. Informationen rund um Google Currents findet Ihr auf der Google Currents Website.

Inhalte direkt veröffentlichen
Mich als Mediengestalter interessiert natürlich nicht nur die Seite für Endbenutzer, sondern auch die Möglichkeiten, wie man seine Informationen über diese relativ neue Plattform veröffentlichen kann. Und auch hier wartet Google mit einem kleinen aber feinen Tool auf. Mit dem Google Producer könnt Ihr eure Daten auf einfache Weise in Currents veröffentlichen. Und das Magazin das Ihr mit dem Producer veröffentlichen könnt, könnt ihr bis ins Detail anpassen: Eigenes Logo, eigene Stylesheets und eigene Gruppenregelungen, wer auf welche Informationen zugreifen kann, sind unter anderem möglich. Egal, ob es die Website, oder die eigene Blog sein soll. Mit dem Producer bekommt Ihr sie schnell und einfach in Google Currents unter. An einem ausführlichen How-To, in dem ich euch zeige, wie Ihr eure erste Veröffentlichung online bringt arbeite ich gerade noch mit Hochdruck.

Qualität statt Quantität
Damit die Qualität der dort präsentierten Veröffentlichungen nicht zu weit im Keller beginnt, legt Google zunächst eine Hürde an, die es zu überwinden gilt. Wenn euer erstes Magazin für Google Currents veröffentlicht ist, dann bekommt ihr lediglich einen Link, mit dem Ihr eure Fans und Freunde darauf aufmerksam machen könnt. Erst, wenn Ihr 200 Abonnenten habt, könnt ihr in die Liste der Veröffentlichungen aufgenommen werden und eure Veröffentlichung erscheint auch erst dann in den Suchergebnissen bei Google. Google gibt hierfür aber Tips und stellt auch ein Bannerset als Photoshop oder Illustrator-Dateien zur Verfügung, mit dem Ihr die Werbetrommel rühren könnt. Wie das aussehen kann, könnt Ihr gleich unter diesem Artikel sehen und wenn euch meine Seite gefällt, dann könnt ihr mein Magazin mit dem Link dort abonnieren. Vielen Dank. 🙂

 

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