Jens Käsbauer Mediengestaltung

Design, Marketing, Leidenschaft

HoHoHo! Die Themen der Mediengestalter Abschlussprüfung Winter 2013/14 sind da!

Am vierten Dezember, quasi kurz vor Nikolaus, findet die Winterprüfung der Mediengestalter in diesem Jahr statt. Und wie immer veröffentlicht die zfa die Themen einige Wochen im Vorraus. Gestern war es nun soweit und auch in diesem Jahr will ich mir die Themen ein kleines Bisschen näher ansehen und meine Gedanken dazu nach und nach in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen.

Mediengestalter Abschlussprüfung Winter 2013/14 – Die Themen

An der Struktur und dem Ablauf der Prüfung hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Die Aufgaben U1 – U9 aus beiden Prüfungsbereichen müssen von jedem Prüfling bearbeitet werden. Die Aufgen U10 bis U12 sind unterteilt nach den jeweiligen Fachrichtungen. Bist Du also in der Fachrichtung Gestaltung und Technik mit der Spezialisierung auf Printprodukte tätig, interessieren Dich nur die Themen aus dem entsprechenden Bereich Gestaltung und Technik (Print). Analog verhält es sich bei den anderen spezifischen Themenbereichen.

Von den 12 Themengebieten sind 10 zu bearbeiten. Zwei Themengebiete können gestrichen werden. Pro Themengebiet gibt es 10 zu erreichende Punkte, maximal also 100 Punkte.

 

Allgemeine Themengebiete (von allen zu bearbeiten):

Konzeption und Gestaltung

Medienproduktion

U1 Präsentationsplanung Farbmodus Duplex
U2 Kostenverläufe Bucheinband berechnen
U3 Printlayout Externe Schnittstellen
U4 Anzeigengestaltung Energieoptionen
U5 Mobiles Webdesign Boxmodell
U6 Bildkorrektur Kameraeinstellung (Fotografie)
U7 Gestaltungsrichtlinien Datenkonvertierung (Video)
U8 XML SQL-Datenbank
U9 Produktionsablauf Logo-Styleguide

 

 

Fachrichtungsspezifische Themengebiete (bitte entsprechendes auswählen):

Beratung und Planung

Beratung und Planung

U10 Kostenvergleich Bildnutzungsrechte – Release
U11 Zielgruppen im Web Qualitätsmanagement
U12 Operative Unternehmensziele Produktionsplanung Druck

 

 

Konzeption und Visualisierung

Konzeption und Visualisierung

U10 Navigation Bildnutzungsrechte – Release
U11 Informationsgrafiken Tonwertbeurteilung
U12 Operative Unternehmensziele Konversions-Optimierung

 

 

Gestaltung und Technik (Print)

Gestaltung und Technik (Print)

U10 Infografiken Dateiformate
U11 Farbmanagement-Einstellung Abmusterungs- und Messbedingungen
U12 Scannen Inkjet-Druck

 

 

Gestaltung und Technik (Digital)

Gestaltung und Technik (Digital)

U10 Weblayout berechnen CSS-Sprites
U11 Formularauswertung JavaScript-Funktion Rich Media Technologie
U12 Videoschnitt Bilddatenberechnung

Auch wenn ich in diesem Jahr wiederum froh bin, das ich die Prüfung nicht schreiben muss, muss ich auch sagen, das viele der Themen keine wirkliche Überraschung darstellen. Die Ausrichtung des Mediengestalters geht immer weiter in Richtung digitaler Medien. In Zeiten von ePapers und allzeit bereitem Internet sind die Grenzen ja auch in der Realität immer flißender. Multimediale Inhalte sind mittlerweile Branchenübergreifend ein relevantes Thema und darf nicht mehr vernachlässigt werden.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich hoffentlich auch dazu kommen, den einen oder anderen Beitrag zu veröffentlichen. Da auch dieses mal wieder XML mit von der Partie ist, habe ich den entsprechenden Artikel in meinem Blog gleich in der Tabelle verlinkt.

Ein paar hilfreiche Links für Deine Prüfungsvorbereitung:
HTML5 und CSS3 Videoserie bei youtube
Die alljährlichen Übungsaufgaben bei Mathemedien
Die Facebookgruppe zur Abschlussprüfung (hat sich noch keine gegründet)
Die Mediencommunity (Prüfungswiki)

Wenn Du Ideen, oder Infos hast, welche Links hier noch fehlen, dann zögere nicht, die Kommentarfunktion zu benutzen! Ich freue mich über Deine Beiträge.

Abschlussprüfung 2013 – Viel Erfolg

Heute ist es also soweit… Der große Tag ist gekommen! Ich wünsche allen Mediengestaltern, die heute ihre theoretischen Prüfungen hinter sich bringen müssen von ganzem Herzen alles Gute.

Nutze die letzten paar Stunden vor der Prüfung nochmal, Dich ein bisschen zu entspannen. Was jetzt nicht gelernt ist, lernt auch keiner mehr. Lieber noch entspannt ein tässchen Kaffee trinken und sich freuen, das man es bald hinter sich hat.

Wie schon bei der Zwischenprüfung möchte ich euch auch dieses mal anbieten, nach der Prüfung im Rahmen der Kommentarfunktion hier über die Prüfung zu reden. Schließlich bin ich auch neugierig, welche Fragen man euch so zugemutet hat. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Dokumentation der MGAP2011 verdoppelt beinahe Viewzahlen

Wahnsinn! 6000 Views und täglich steigend. DANKE!

Ich bin schier begeistert. In den letzten Tagen und Wochen klingelts in meinem scribd-Account nur so von neuen Reads. Super Sache! Und somit haben es die beiden dort bisher eingebundenen Files auch schon kurz vor dem Jahreswechsel die 6000 Reads geknackt. Immerhin nach nur acht Monaten mit einem Thema, das nun wohl prozentual eher wenige Menschen interessieren würde. Mit durchschnittlich sieben Minuten, die sich die Leser mit meiner Dokumentation beschäftigt haben ist auch ein gewisses Interesse an dem Inhalt und dem Aufbau zu erkennen. Vielen lieben Dank auf jeden Fall an alle, die sich meine Arbeit bisher angesehen haben. Wenn sie für Dich hilfreich war oder sie Dir gefallen hat, dann freue ich mich natürlich darüber, wenn Du diese Seite oder die Arbeit teilen würdest. Views sind ja quasi das Brot des Mediengestalters, wie der Applaus für den Künstler. Also freue ich mich natürlich über weitere Views.

Für zukünftige Mediengestalter, die jetzt kurz vor den Winterprüfungen stehen, oder sich einfach mal vorab informieren wollen, sei noch gesagt, daß diese Arbeit zu meiner bestandenen Prüfung gehört. In der Aufgabenstellung steht lediglich, das der Textinhalt eine Anzahl von zwei DIN-A4 Seiten nicht überschreiten darf (Diese Datei ist auch in meinem Scribd-Account zu finden – Zu Vergleichszwecken). Wie das dann aber Präsentiert wird, ist die Entscheidung des Prüflings. So habe ich das damals gesehen und der Erfolg hat mir Recht gegeben. Schlieslich sind wir Mediengestalter und ist es nicht unsere Aufgabe, Dinge schön zu machen? Ich würde empfehlen, in die Dokumentation etwas mehr Zeit und Herzblut zu investieren. Sich von der Masse abzuheben ist wichtig – und macht verdammt viel Spaß.

Kommentare, Fragen, Feedback dazu? – Jederzeit erwünscht! Schreib in die Kommentare, was Dir gefallen hat und was Dir nicht gefallen hat.

 

 

Die eigentliche Dokumentation

Laut ZFA / IHK soll der ganze Text auf 2 Din A4 Seiten passen. Wenn Du Deine Dokumentation ähnlich planst, wie ich meine, dann empfehle ich Dir die beiden Din A4-Seiten ebenfalls auszudrucken und deinen Unterlagen, die Du abgibst, beizulegen. Das gibt Dir Glaubwürdigkeit vor dem Prüfungsausschuss und macht es demjenigen, der sich Deine Prüfung anschaut, leichter. Und das kann Deiner Note sicher nicht schaden. Im folgenden Kasten findest Du meine Dokumentation. Unausgearbeitet als die geforderten A4-Seiten.

 

Und nicht vergessen: liken, teilen, tweeten und ein plus geben. Vielen Dank!

Medienproduktion – U8: Datenbank-Begriffe

Datenbank-Begriffe ist wieder eines dieser Themen, bei denen der zfa auch einfach nichts hätte sagen brauchen, da er sehr allgemein gehalten ist. Darunter lässt sich soviel packen, das es schwierig sein kann, eine Grenze zu ziehen. Sehr wahrscheinlich ist es jedoch, das man die absoluten Basics beherrschen sollte und dazu werde ich euch eine Art Glossar zusammenstellen und zu einigen Begriffen, bei denen es mir sinnvoll erscheint ein wenig dazu erklären.

Medienproduktion – U8: Datenbank-Begriffe

Wozu Datenbanken?

Mit Datenbanken versucht man generell ein großes Ziel zu erreichen: Daten strukturiert und sicher zu speichern und zu verwalten. Zu diesem Zweck speichern Datenbanken, die ihnen anvertrauten Daten in unterschiedlich vielen Tabellen. Die Anzahl der Tabellen ist dabei theoretisch unbegrenzt, doch gilt hier, wie im Leben sonst auch, der Grundsatz: „Soviel wie nötig, sowenig wie möglich.“ Wieviele letzten Endes nötig sind, will ich versuchen, im Folgenden zu Erläutern.

 

Tabellen

Jede Datenbank ist in Tabellen unterteilt und um zu funktionieren, muss es in jeder Datenbank mindestens eine Tabelle geben. Tabellen speichern die Daten, die wir speichern wollen ab und stellen Sie uns auf Anfrage wieder zur Verfügung.

Demotabelle mit der Beschriftung der einzelnen Bestandteile.

(Primär-)Schlüssel
Ein Schlüssel wird in Tabellen benutzt um die einzelnen Datensätze eindeutig zu Identifizieren. In der Tabelle oben wird die Kundennummer (Kd-Nr) als Schlüssel definiert.

Schlüssel beschleunigen den Zugriff auf die einzelnen Datensätze und ermöglichen es zwei oder mehr Tabellen miteinander zu verknüpfen.

Ein Schlüssel der die Identifikation der Datensätze in der aktuellen Tabelle ermöglicht, heißt Primärschlüssel.

Wird der gleiche Schlüssel in einer anderen Tabelle verwendet, die einen eigenen Primärschlüssel hat, wird der Schlüssel Fremdschlüssel genannt.

Ein und der selbe Schlüssel kann in unterschiedlichen Tabellen also Primär- und Fremdschlüssel sein. So werden Tabellen miteinander verknüpft.

Attribute
Sie definieren die Struktur der Tabelle und haben Namen, die sich innerhalb einer Tabelle nicht wiederholen sollten.

Feldname
Der Feldname (auch Attributname) gibt einen Eindruck davon, welcher Inhalt in den einzelnen Datenfeldern zu finden sein wird.

Datenfeld
Die kleinste Einheit einer Tabelle oder Datenbank ist das einzelne Datenfeld. In einem Datenfeld findet man die Daten die laut des zugehörigen Attributs hier zu finden sein soll.

Datensatz
Die Zeilen einer Tabelle werden als Datensatz bezeichnet. Ein Datensatz enthält also alle in der Datenbank gespeicherten Daten zu (zum Beispiel) einem Kunden und/oder Verknüpfungen zu anderen Tabellen. Jeder Datensatz muss über einen Schlüssel eindeutig identifizierbar sein. (Vergleiche auch Karteikartensystem.)

Probleme
Bei der einfachen Speicherung von Daten in einer Tabelle kann es zu einigen Problemen kommen, die uns in der späteren Arbeit mit den Daten im schlimmsten Fall einen unbrauchbaren Datenbestand bescheren kann.

Redundanz
Eines der Probleme, die auftreten können ist der Effekt, das einzelne Daten eines Datensatzes mehrfach innerhalb einer Tabelle gespeichert werden. Dies bezeichnet man als Redundanz.

id Firma Anschrift Kontakt Titel Telefon E-Mail
1 XYZ GmbH Eine-Straße 23 Max Muster Geschäftsführer 23667 max@xyz.xy
2 XYZ GmbH Eine-Straße 23 Nick Techler Technik 23668 nick@xyz.xy
3 ABC AG Eine-Straße 47 Graf Zahl Buchhaltung 54321 gz@abc.ag

Abb: ein aus mehreren Gründen ungeeignetes Modell

 

Bei diesen drei Einträgen mögen Redundanzen jetzt nicht wirklich von Bedeutung erscheinen, wenn man sich das ganze aber als tatsächliche Kundendaten vorstellt, die schnell über 10.000 Einträge haben können, dann kann das die Tabelle schon massiv aufblähen. Das Resultat (mehrfach) redundanter Datenhaltung sind am Ende ein größerer Speicherplatzbedarf, und mit jedem neuen Datensatz steigende Zugriffszeiten.

Anomalien
Anhand der oben abgebildeten Tabelle kann man aber auch noch die drei schlimmsten Probleme einer solchen Datenhaltung erkennen: Die Anomalien.

Anomalien treten immer dann auf, wenn man einen schreibenden Zugriff auf die Datenbank ausführt, also entweder Daten einträgt, sie verändert, oder löscht. Und daher haben die einzelnen Anomalien auch Ihre Namen:

Insert Anomalie
Eine Insert-Anomalie entsteht immer dann, wenn in eine solche Tabelle ein neuer Datensatz eingetragen werden muss, aber nicht alle benötigten Daten zur Verfügung stehen. Beim Eintragen in einer Tabelle MÜSSEN immer alle Daten eines Datensatzes angegeben werden! In unserem Fall wäre es zum Beispiel nicht möglich eine Firma anzulegen, ohne einen konkreten Ansprechpartner.

Update Anomalie
Eine Update-Anomalie entsteht immer dann, wenn wir etwas an unseren Datensätzen verändern wollen. Nehmen wir an, die Firma XYZ GmbH würde umziehen. Um dies fehlerfrei mit unserer Tabelle abzubilden, müssten wir die neue Adresse in jedem Datensatz ändern. Bei großen Datenmengen kann dies zu einem echten Problem werden und natürlich eine immense Fehlerquelle darstellen.

Delete Anomalie
Eine Delete-Anomalie entsteht immer dann, wenn wir einen Datensatz aus unserer Tabelle löschen müssen. Würde Graf Zahl aus der Firma ABC AG ausscheiden und seine Kontaktdaten müssten aus dem Datenbestand gelöscht werden wären für den Moment dann sämtliche Firmendaten die mit Jens Käsbauer verbunden sind, ebenfalls gelöscht. Erst durch einen neuen Eintrag würden sie wieder eingepflegt werden können. Passiert das nicht, sind die Daten komplett weg und können nicht mehr für zukünftige Aufträge herangezogen werden.

Lösungen
Natürlich gibt es für diese Probleme auch Abhilfe. Zuvor müssen wir uns aber Gedanken darüber machen, welche Ziele wir verfolgen müssen: Es müssen zum einen die Redundanzen verhindert werden zum anderen müssen wir versuchen die oben beschriebenen Anomalien soweit wie möglich zu verhindern. Das Zauberwort hierfür heisst Normalisierung.

Den zweiten Teil zu diesem Thema gibt es im Lauf der Woche. Ich hoffe, dass Dir meine Erklärungen und Definitionen ein bisschen geholfen haben. Wenn Dir gefallen hat, was Du liest, dann schreib doch in die Kommentare und teile den Artikel auf Facebook, oder Twitter.

 

// EDIT:
Eine aufmerksame Leserin hat mich auf zwei Rechtschreibfehler hingewiesen, die ich eben ausgebessert habe. Vielen Dank, Anne.