Schon wieder ist ein Monat ins Land gegangen und auch bei unseren Freunden aus dem Dinkelsbühler Krawallwinkel hat es wieder einiges an Neuigkeiten gegeben. Kurz nachdem unser Januar-Rundumschlag auf Dich losgelassen wurde hat die Summer Breeze Orga noch einen Knaller im Januar bekanntgegeben. Mit Desaster wurden die Januar-Ankündigungen würdig beendet und auch im Februar kamen wieder ordetnlich Bands dazu. Die Italiener Lacuna Coil, die gerade erst ihr neues Album veröffentlicht haben, sind genauso dabei wie die Goth-Metal Pioniere die eigentlich eher Deathmetal spielen, Paradise Lost. Aller guten Dinge sind drei, denke ich mir und nenne in diesem Zusammenhang dann noch die Jungs von Katatonia. Drei Bands die für mich zu einem echten Highlight auf diesem Summer Breeze gehören und endlich mal das Verhältnis zum bislang recht Core-igen Billing geraderücken. Diese und natürlich noch viele weitere Bands werden euch jetzt vom Summer Breeze Team einmal genauer vorgestellt. Vorher gibt es aber auch noch eine Absage bekannt zu geben: Evergreen Terrace haben Ihren Gig auf dem Summer Breeze in diesem Jahr abgesagt. Gründe sind keine genaueren bekannt, jedoch wollen die Veranstalter diese Band in einem der nächsten Jahre auf das Festival holen.

Desaster
Unglaubliche neun Jahre ist es her, als DESASTER zum letzten Mal auf dem SUMMER BREEZE zu Gast waren. In Dinkelsbühl besteht also Nachholbedarf an schwarz eingefärbten Thrash Metal, oder thrashigem Schwarzmetall, je nach persönlichem Gusto. Mit im Gepäck haben Tormentor und Co. ihr neues, gewohnt kompromissloses Album ‚The Arts Of Destruction‘, das eines einmal mehr unter Beweis stellt: Auch im 24. Jahr nach Bandgründung hat es keine angesagte Strömung und kein überbordender Hype geschafft, die ehrliche Grundeinstellung dieser Koblenzer Underground-Institution zu korrumpieren. Diese vier metallischen Hexenmeister stehen nach wie vor für Metal, wie er truer und purer nicht sein kann. Ein Fest für alle Kutten- und Nietenfetischisten! Eine (schwarze) Messe für alle, die Metal mit dem Herzen fühlen, so wie es sich gehört! Schön, dass solche Originale zwischen den unzähligen Plastikimitaten dieser Zeit noch bestehen.
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Lacuna Coil
LACUNA COIL haben zwar schon zwei Mal auf dem SUMMER BREEZE gespielt, feiern dieses Jahr aber ihre Premiere in Dinkelsbühl. Ihr letzter Auftritt bei uns datiert nämlich aus dem Jahre 2005, als Abtsgmünd noch das Zuhause des SUMMER BREEZE war. In der Zwischenzeit ist viel passiert im Bandlager der Italiener um die bezaubernde Frontfrau Cristina Scabbia. Drei Studioalben sind seitdem erschienen, weswegen ihr euch auf ein Feuerwerk an Hits, Hits und noch mehr Hits gefasst machen dürft. Ihre einzigartige Mischung aus Goth, Pop, Metal und Alternative Rock umgarnt einen unauffällig, um dann im richtigen Moment zuzupacken und nicht mehr loszulassen. Dynamische Energie, emotionale Melodien, eingängige Songstrukturen und in den richtigen Momenten auch bescheidene Zurückhaltung sind die Stärken dieser Truppe, die man keinesfalls nur auf ihre hübsche Gesangsdame reduzieren sollte. Hier wird dem Auge und dem Ohr gleichermaßen geschmeichelt.
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Paradise Lost
Spätestens seit ihrem 2007er Werk ‚In Requiem‘ hat die Metalgemeinde PARADISE LOST wieder in ihren Schoß zurückgenommen, nachdem die englischen Erfinder des Gothic Metal um die Jahrtausendwende mit halbgaren Elektronikexperimenten, saft- und kraftlosen Riffs und völliger Inspirationslosigkeit einen Großteil ihrer Anhänger grob vor den Kopf gestoßen und verprellt hatten. Doch die letzten Studioalben knüpften allesamt wieder an die Klasse vergangener Großtaten namens ‚Draconian Times‘, ‚Icon‘ oder ‚One Second‘ an. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an das neue, für dieses Jahr angekündigte Werk ‚Tragic Idol‘, über das vorab sogar schon gesagt wurde, dass es das dunkelste Stück PARADISE LOST seit seligen ‚Icon‘-Zeiten werden soll. Wir dürfen gespannt sein und harren der Dinge, die da kommen. Fest steht auf jeden Fall, dass Nick Holmes und Co. ihre unnachahmlich melancholische Schwere zum dritten Mal nach 2002 und 2008 über das SUMMER BREEZE ziehen dürfen.
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Vallenfyre
Den Tod eines nahestehenden Familienmitglieds zu verarbeiten, ist eine Sache, an der auch der emotional stärkste Mensch zerbrechen kann. Paradise Lost-Gitarrist Gregor Mackintosh wählte den für ihn einzig richtigen Weg, um das Dahinscheiden seines Vaters aufzuarbeiten. Er setzte sich hin und schrieb einige der dunkelsten und härtesten Stücke Musik, die je das Hirn dieses Genies verlassen haben. Irgendwo zwischen den Anfangstagen seiner etatmäßigen Band und old-schooligem Todesblei der Marke Entombed/Bloodbath brachte er seine Trauer auf Papier und zum Glück auch auf Band. Die Mitmusiker, die er unter dem Banner VALLENFYRE um sich geschart hat, sind dabei teilweise keine Unbekannten. So kennt man Schlagzeuger Adrian Erlandsson schon von At The Gates oder Paradise Lost, während Gitarrist Hamish ansonsten bei My Dying Bride für getragene Schwere sorgt. Somit sind VALLENFYRE ein perfektes Beispiel dafür, wie aus Negativem in großem Ausmaß Positives entstehen kann. Hoffen wir, dass das sensationelle Debüt ‚A Fragile King‘ nicht das einzige Studioalbum dieser Band bleibt. Für das Zweitwerk sollte allerdings dann niemand das Zeitliche segnen müssen.
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Katatonia
Einen interessanten und bemerkenswerten Wandel haben die Schweden von KATATONIA über die Jahre vollzogen. Startete man Anfang der 90er noch als böse Death-Black-Doom-Formation, öffneten die Mannen um Jonas „Lord Seth“ Renkse über die Jahren ihren Sound für atmosphärischere und progressivere Töne. Allumfassend kann man das Schaffen dieser Band deswegen nur noch als Gesamtkunstwerk ohne stilistische Grenzen bezeichnen. Ein Fest für alle aufgeschlossenen Ohren und dunkle Seelen, von denen es auf dem SUMMER BREEZE bekanntlich unzählige gibt. Seit Ende Januar befinden sich KATATONIA übrigens im Studio, um den Nachfolger des grandiosen ‚Night Is The New Day‘ einzuspielen. Drücken wir die Daumen, dass pünktlich zu unserem Jubiläum neue Songs der Schweden präsentiert werden können, die die Dunkelheit auf ein neues Niveau heben.
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Terror
Ihr steht auf harte Mucke UND harte Typen? Dann sind TERROR genau das richtige für euch! Die Hardcore-Recken aus Los Angeles nehmen kein Blatt vor den Mund und keine Rücksicht auf Verletzungen jeglicher Art. Ohne nach links oder rechts zu blicken verfolgt Sänger Scott Vogel mit seinen Begleitern nur ein Ziel: dem Gegenüber straighten und brettharten Hardcore der New Yorker Schule direkt in die Beißleiste zu zimmern. Im Laufe ihrer Entwicklung haben TERROR dabei mit jedem Album die Metal-Schlagseite etwas erhöht, was der Brutalo-Pit-Tauglichkeit ihrer Stücke keinesfalls abträglich war. Große Experimente dürfen hier nicht erwartet werden, was aber auch gar nicht nötig ist. TERROR sind ein Flaggschiff des modernen Hardcores, das aus einem Grunde diesen Status inne hat: Das was sie machen, machen sie verdammt gut! Lasst euch in der Woche nach dem SUMMER BREEZE schon mal vorsorglich einen Termin bei eurem Zahnarzt geben! Ihr werdet ihn brauchen…
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Iced Earth
Wir freuen uns auf eine weitere Premiere auf dem SUMMER BREEZE Open Air: Die legendären ICED EARTH werden erstmals ihre grandiosen Hymnen in den Dinkelsbühler Abendhimmel schmettern. Bereits seit über 20 Jahren zeigt uns Mastermind Jon Schaffer mit jedem neuen Album, wie packender, melodiöser und dennoch harter Power Metal amerikanischer Prägung zu klingen hat. Dabei war es stets egal, ob der Gesangsinterpret Matt Barlow, Tim ‚Ripper‘ Owens oder anders hieß, stets waren die Songs des in Würde ergrauten Gitarristen die Stars. So verhält es sich auch auf dem aktuellen Werk ‚Dystopia‘, das von Stu Block, der sich stimmlich auffallend nah an Matt Barlow bewegt, meisterhaft umgesetzt worden ist. Und das Beste dabei ist, dass ICED EARTH schon immer beides konnten: Schnörkellos auf die Glocke zielen oder hymnenhaft-dramatische Songaufbauten liefern. Ein ganz besonderes Highlight unserer Geburtstagsausgabe!
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Architects
ARCHITECTS geben sich zum ersten Mal auf dem SUMMER BREEZE Open Air die Ehre. Grob kann man die Mannen von der Insel dem Metalcore zurechnen. Allerdings loten sie seine Extreme zwischen technischen Kabinettstückchen, vertrackten Songstrukturen auf der einen und höchst eingängigen Melodien und hymnischen Refrains auf der anderen Seite gerne und oft aus. Dies macht sie durchaus auch für die Postcore-Fraktion interessant. Fakt ist dabei, dass sich ARCHITECTS auf ihren bisherigen vier Studioalben ihre ganz eigene Nische in der überbevölkerten Metalcore-Szene geschaffen haben, eine Leistung, die andere Formationen mit wehenden Fahnen hat untergehen lassen. Somit sind ein hohes Aufkommen an bunten Bandshirts, verschwitzten Leibern und brodelnden Pits garantiert, wenn ARCHITECTS die Bretter, die das SUMMER BREEZE bedeuten, erstmals entern. Viel Spaß damit!
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Shining
SHINING stehen für die dunkle, depressive und zuweilen auch kranke Seite des scheuklappenfreien Black Metal. Besonders ab Mitte des letzten Jahrzehnts haben sie mit atmosphärischen Meisterwerken voll von Selbsthass und Zerstörung von sich reden gemacht. So gab es seit dem vierten Album ‚IV – The Eerie Gold‘ zwar keine großen Entwicklungssprünge mehr im Sound der Schweden. Dies aber mit einem Qualitätsverlust gleichzusetzen wäre fatal, denn niemand aus der Szene leidet so mitreißend wie Niklas Kvarforth. Diese Band ist darüber hinaus nicht nur für Schwarzmetaller interessant. Sie kennt keine musikalischen und gedanklichen Grenzen und beackert somit auch die Randgebiete des Black Metal und zuweilen auch weiter entlegene Sphären nach Belieben. Dies hier dürfte einer der spannendsten Gigs des SUMMER BREEZE 2012 werden. Versprochen!
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