Project Pitchfork | Quantum Mechanics

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Nachdem im letzten Jahr aus dem Hause Spilles / Scheuber / Jansen bereits ein reguläres und ein Best-Of Album den Weg zu den Hörern fanden legen Project Pitchfork nun mit “Quantum Mechanics” noch einmal nach. Das sie mit Ihrer Musik genau den Nerv der Zeit treffen sieht man am Einstieg in die deutschen Albumcharts auf einem unglaublichen zwölften Platz und am letzten Freitag wurde das Video zur ersten Single-Auskopplung “Lament” veröffentlicht. Grund genug uns dieses neue Werk einmal genauer anzuschauen.

Das Album kam in mitte August 2011 in zwei Editionen auf den Markt. Zum einen als normales Digipack mit 28 seitigem Booklet und zum anderen als limitierte Auflage im in den letzten Jahren immer beliebter werdenden A5-Buchformat und enthält exklusive Tracks (Tempest und Insomni), exklusive Remixes (“Freeze in Silence”, “Run For Cover” und “Lament”), eine exklusive Instrumentalversion (“Quantum Mechanics”), ein 40 Seitiges Sonderbooklet und zusätzlichem Artwork. Optisch ist also für den geneigten Fan wieder einiges geboten und auch musikalisch wird ein Feuerwerk abgebrannt. Und dabei erfindet man sich gleich noch im Vorbeilaufen selbst.

Rauher, erdiger und “fehlerhafter” wirkt “Quantum Mechanics” im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger “Continuum Ride”. Aber dieses fehlerhafte darf hier nicht als Makel verstanden werden. Es wirkt authentisch und dem Willen der Künstler entsprungen, so als würden sie zeigen wollen, das es nicht perfekt und glatt sein muss um gut zu sein. Eine Einsicht von der wir uns alle etwas abschneiden können. Ob dem tatsächlich so ist, kann ich natürlich nicht sagen.

Was ich jedoch sagen kann, ist das es in meinen Augen erwachsenste und gereifteste Album von Pitchfork ist, das ich kenne. So mischen sich tanzbare Stücke wunderbar mit ruhigeren und man erkennt zu jedem Zeitpunkt die Erfahrung die dahinter steht. 20 Jahre Bandgeschichte gehen einfach nicht spurlos vorbei und so muss ich leider auch zu den weniger positiven Momenten kommen. Denn manchmal plätschert das Album ein wenig nebenher und droht in die Belanglosigkeit abzudriften und zu etwas zu werden, das “nicht stört” aber auch nicht sonderlich mitreist. Schöne Ausnahme ist hier der bereits als Single und Video veröffentlichte Track “Lament”, der für mich wohl die meisten Chancen hat, ein Clubknaller zu werden. “Radical Business”, “Quantum Mechanics” und “You Rest In My Heart” komplettieren meine Anspieltipps für dieses Album und führen mich direkt zum Schlussfazit:

Ihr mach auf keinen Fall etwas Falsch, wenn ihr euch das Album zulegt. Ihr bekommt gute 80 Minuten (Doppel CD) gute Unterhaltung und hochwertiges drumherum.

4 von 5 Punkten

 

Tracklist:
(CD 1)
Freeze in Silence
Lament
Run For Cover
Radical Business
Mute Spectators
Quantum Mechanics
The Queen Of Time And Space
Splice
We Will Descend
You Rest In My Heart
Tempest
Insomnia

(CD 2)
Freeze In Silence (Ice Version)
Run For Cover (Antimatter RMX)
Lament (Death RMX)

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