Lesetypografie

Von Brian Ammon, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2349540
Bild: Von Brian Ammon, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2349540

 

Dieser Artikel war ursprünglich Teil einer Antwort auf eine Frage in einem Kommentar. Es ist also kein kompletter Artikel, der alle Fragen zu dem Thema abschließend klären kann. Viel mehr soll es ein Start in eure persönliche Recherche für die Abschlussprüfung sein.

Lesetypografie

In der Lesetypografie sorgt die mikro- und makrotypografische Gestaltung eines Textes dafür, dass dieser dem Anlass entsprechend leicht oder schwer zu lesen ist. Für beides kann es gute Gründe geben. So will man in der Regel, dass ein langer Roman leicht zu lesen ist. Die AGBs auf der Rückseite der Rechnung werden oft eher als notwendiges Übel angesehen und sollen vielleicht auch ein bisschen sperriger zu lesen sein. Es geht also zweifelsohne in erster Linie um ästhetische Ansprüche an das Druckbild, als nur um die rein formal korrekte typografische Gestaltung. Dabei dürfen aber auch die Haptik des Papiers, Farbe, Prägungen, etc. nicht außenvor gelassen werden.

Genauso wichtig, wie der ästhetische Aspekt ist der Leseanlass. Muss der Text informieren, sollte anders gestaltet werden, als wenn der Text nur der Unterhaltung dient. Lesetypografie hat also eigentlich Auswirkung auf so gut wie jede Gestaltung, wirklich bewusst angewendet wird es aber wohl eher im Buchlayout und im Editorialdesign.

Als Stichworte für die weitere Recherche stelle ich jetzt mal die Satzarten, Textauszeichnungen, Mikro- und Makrotypografie in den Raum. Also Einstieg in die Vorbereitung empfehle ich Dir dieses recht ausführliche und gut ausgearbeitete PDF von Anke Wehner, Philipp Grundmeier und Sebastian Jackel von der Uni Koblenz zum Thema Lesetypografieund dieser Artikel zum Thema Lesbarkeit im Typolexikon. Generell ist das Typolexikon ein guter Startpunkt für jede Recherche rund um das Thema Typografie.

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