Jens Käsbauer Mediengestaltung

Design, Marketing, Leidenschaft

Abschlussprüfung Sommer 2017 – Die Themen

Jedes Jahr im Mai stehen tausende angehende Mediengestalter vor ihrer Prüfung. Und wie bereits in den Vergangenen Jahren gibt der zfa auch in diesem Jahr wieder vorab einen Einblick in die anstehenden Themen. Nicht immer sorgen die Themen dabei für schiere Begeisterungsstürme. In den letzten Jahren durfte ich bereits einige Auszubildenden bei ihren letzten Schritten auf dem Weg zum Abschluss unterstützen. Selbst habe ich die Prüfung im Mai 2011 abgeschlossen und, obwohl es sich in den letzten Jahren verbessert habe, mangelt es noch immer ein bisschen an Unterstützung, wenn es um Details in machen Bereichen unseres Berufs geht.

Und so möchte ich auch in diesem Jahr wieder versuchen, die Themen dieser Prüfung ein bisschen einzuordnen und euch soweit Möglich auch die eine oder andere Info mitgeben. Wie in den Jahren vorher gilt auch dieses mal: Es ist absolut zu raten, dass ihr euch die aktuellsten Informationen rund um die Abschlussprüfung von den Seiten des zfa holt. Ich bin weder mit dem zfa im Bunde, noch an der Erstellung der Prüfungsaufgaben beteiligt. Ich gebe hier meine Meinung und meine Informationen nach bestem Wissen und Gewissen weiter. Und obwohl diese Zeilen hier und die Informationen in diesem Beitrag und in allen hiermit verlinkten von mir sorgfältig recherchiert wurden und ich euch sicher nicht in die Irre führen will, sind Fehler und Irrtümer nicht auszuschließen. Bitte berücksichtigt das beim Lesen dieses Artikels.

 

Die Themen der Mediengestalter Abschlussprüfung 2017

Bevor es nun aber ans Eingemachte geht, möchte ich euch erst einmal die obligatorischen Informationen zur Aufgabenzusammenstellung geben:
An der Struktur und dem Ablauf der Prüfung hat sich auch diesen Winter nichts geändert. Die Aufgaben U1 – U9 aus beiden Prüfungsbereichen („Konzeption und Gestaltung“ und „Medienproduktion“) müssen am 17.05. von jedem Prüfling bearbeitet werden. Die Aufgaben U10 bis U12 sind unterteilt nach den jeweiligen Fachrichtungen. Bist Du also in der Fachrichtung Gestaltung und Technik mit der Spezialisierung auf Printprodukte tätig, interessieren Dich nur die Themen aus dem entsprechenden Bereich Gestaltung und Technik (Print). Analog verhält es sich bei den anderen spezifischen Themenbereichen.

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XML-Datenbank

Da ist mit dem Thema XML-Datenbank nun ein Thema in die Vorbereitung zur Abschlussprüfung gerutscht, bei dem ich durchaus verstehen kann, wenn man sich entscheidet, es streichen zu wollen. Nachdem ich mich jetzt aber ein bisschen intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, würde ich behaupten, dass die Prüfungsfragen absolut oberflächlich bleiben werden. Diese Punkte könnt ihr wahrscheinlich gut und gerne mitnehmen, wenn ihr euch ein bisschen mit der Thematik auseinandersetzt und die wichtigsten Zusammenhänge und Begrifflichkeiten schon mal gehört habt. Ich habe mir Mühe gegeben, es nicht zu technisch werden zu lassen. Aber ganz werden wir hier um einige technische Termini nicht rum kommen. Auch ein bisschen Erfahrung im Umgang mit XML und Datenbanken selbst kann nicht schaden.

Abschlussprüfung Winter ’16: KuG – U8 | XML-Datenbank

Was ist nun eine XML-Datenbank? Die einfachste Definition liefert hier sicher ein Artikel aus 2001 auf xml.com: Eine XML-Datenbank speichert Informationen in einer XML-ähnlichen Struktur oder in einer mit XML verwandten Technologie.

Beispiel: wiederkehrende XML-Struktur

Beispiel: wiederkehrende XML-Struktur

Dann können wir jetzt ja aufhören! Naja, ganz so leicht ist es leider nicht. XML als Auszeichnungssprache kann alleine natürlich kein DBMS darstellen. Dennoch speichert XML Daten in einer strukturierten Weise ab. Wer meine XML-Grundlagen-Präsentation [DOWNLOAD] gelesen hat, ist damit vertraut: Es gibt vom Wurzelknoten ausgehend in einer Baumstruktur beliebig viele nachgeordnete Knoten. Wobei sich wiederholende Datenelemente als ein Zweig verstanden werden können. Das sehr einfache Beispiel zur linken zeigt dies recht gut. Ausgehend vom Wurzelelement gibt es unterschiedliche „Zweige“ die mit dem Element beginnen und in dessen weiteren Verlauf dann die Daten enthalten sind.

 

Möglichkeiten XML-Dokumente zu speichern

Die vorangegangene Definition kann also noch nicht der letzte Schluss gewesen sein. Generell definiert man eine XML-Datenbank deshalb auch eher als eine Datenbank oder ein Datenbanksystem, welches mit XML ausgezeichnete Dokumente speichern, durchsuchen und verwalten kann. In der Datenbankwelt gibt es dazu aktuell drei Ansätze, wie man mit diesen XML-Dokumenten umgehen kann. Diese Ansätze kann man dann zu zwei Datenbankkategorien zusammenfassen: XML-fähige Datenbanken und native XML Datenbanken.

XML-fähige Datenbanken sind in Wirklichkeit jedoch relationale Datenbanken, die auf zwei alternativen Wegen mit XML-Dokumenten umgehen können. Zum einen kann ein XML-Dokument in eine bestehende Tabelle direkt als String gespeichert werden und aus dieser dann wieder im Ganzen oder in Teilen ausgegeben werden. XML ist nur Text und kann also auch ganz normal wie jeder andere Text in SQL durchsucht werden.

In der zweiten Variante nimmt man ein XML-Dokument und schickt es durch einen Wrapper vor der relationalen Datenbank. Dieser Wrapper macht aus dem im Dokument gespeicherten XML zum Beispiel eine SQL-Anweisung. Diese wird an die relationale Datenbank geschickt und dort dann ausgeführt. Das Resultat ist eine Tabelle, in der die Daten des XML-Dokuments gespeichert sind. Bei der Abfrage funktioniert das dann wieder umgekehrt. Das Ergebnis der Abfrage wird durch den Wrapper geschleust und am Ende fällt wieder ein XML-Dokument heraus.

Variante drei, also die nativen XML-Datenbanken, arbeiten mit den Dokumenten in ihrer ‚rohen Form‘. Die Daten bleiben also als XML erhalten und werden lediglich indiziert. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über XQuery oder XPath dem XML-äquivalent zu SQL.

Da die ersten genannten Typen quasi nur erweiterte relationale Datenbanken sind gehe ich im Folgenden nur auf den letzten Typus näher ein.

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Mediengestalter Prüfung Sommer 2015

Lange gingen in den sozialen Netzwerken schon die Fragen um, wann denn die zfa die Themen für die Sommerprüfung bekanntgeben würde. Heute war es dann soweit und auf der Website gibt es die neuen Themen, samt einiger hilfreicher Hinweise, zu bestaunen. Gerne will ich euch hier die Themen vorstellen und vielleicht schon einige erste Ideen und Anhaltspunkte mitliefern, die ihr für die Vorbereitung auf die Prüfung nutzen könnt. Wie immer ist es ratsam, auch auf der offiziellen Seite des zfa nach Änderungen und neuen Entwicklungen zu kucken. Ich versuche, die hier zusammengetragenen Informationen so gut und ausführlich wie möglich zu recherchieren und euch nur das zuzumuten, was ich auch wirklich vertreten kann. Aber Irrtümer und Fehler, sowie Fehleinschätzungen bleiben natürlich nicht aus.

Mediengestalter Abschlussprüfung Sommer 2015 – Die Themen

An der Struktur und dem Ablauf der Prüfung hat sich erneut nichts geändert. Die Aufgaben U1 – U9 aus beiden Prüfungsbereichen müssen am 06. Mai von jedem Prüfling bearbeitet werden. Die Aufgen U10 bis U12 sind unterteilt nach den jeweiligen Fachrichtungen. Bist Du also in der Fachrichtung Gestaltung und Technik mit der Spezialisierung auf Printprodukte tätig, interessieren Dich nur die Themen aus dem entsprechenden Bereich Gestaltung und Technik (Print). Analog verhält es sich bei den anderen spezifischen Themenbereichen.

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Abschlussprüfung Winter 2014 – Die Themen kurz und knapp

Es sind gerade noch vier Wochen, bis die Winterprüfung die angehenden Mediengestalter auch in diesem Jahr wieder fordert. Besser spät, als nie, möchte ich euch an dieser Stelle jetzt auch wieder informieren und zumindest ein bisschen meine Gedanken dazu zusammenfassen. Wie immer ist es ratsam, auch auf der offiziellen Seite des zfa nach Änderungen und neuen Entwicklungen zu kucken. Ich versuche, die hier zusammengetragenen Informationen so gut und ausführlich wie möglich zu recherchieren und euch nur das zuzumuten, was ich auch wirklich vertreten kann. Aber Irrtümer und Fehler, sowie Fehleinschätzungen bleiben natürlich nicht aus.

Mediengestalter Abschlussprüfung Winter 2014 – Die Themen

An der Struktur und dem Ablauf der Prüfung hat sich auch diesen Winter nichts geändert. Die Aufgaben U1 – U9 aus beiden Prüfungsbereichen müssen am 03.12. von jedem Prüfling bearbeitet werden. Die Aufgen U10 bis U12 sind unterteilt nach den jeweiligen Fachrichtungen. Bist Du also in der Fachrichtung Gestaltung und Technik mit der Spezialisierung auf Printprodukte tätig, interessieren Dich nur die Themen aus dem entsprechenden Bereich Gestaltung und Technik (Print). Analog verhält es sich bei den anderen spezifischen Themenbereichen.

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Typomaß kein zulässiges Hilfsmittel mehr und nun?

Mit der diesjährigen Zwischenprüfung ist das Typomaß nicht mehr als Hilfsmittel für die Prüfungen der Mediengestalter zugelassen! Laut zfamedien.de wurde das Typomaß mit seinen speziellen Informationen schon seit einigen Jahren nicht mehr benötigt. Ein normales Lineal darf aber weiterhin verwendet werden.

Das Typomaß als Spickzettel

Als weiterer Grund wurde ebenfalls der, in den letzten Jahren zunehmende, Einsatz des Typomaß als professionell produziertem Spickzettel genannt. Diese beiden Gründe haben nun dafür gesorgt, dass sich der Ausschuß, welcher die Erstellung der Aufgaben für die Mediengestalter-Prüfungen zu verantworten hat, dazu entschieden hat, dieses Hilfsmittel nicht mehr zuzulassen.

Mir selbst ist der großflächige Einsatz eines Typomaß als Spickzettel erst in den Jahren 2012 und 2013 wirklich aufgefallen. Mit ein wenig Bewunderung, ob der Kreativität der jungen Mediengestalter, hab ich dies damals zur Kenntnis genommen und mich aber auch gefragt, ob es so gut ist, diese Typomaße dann auch professionell zum Verkauf anzubieten. Wie man nun sieht, wird solchen Auswüchsen dann auch recht schnell wieder der Riegel vorgeschoben.

Prüfungssituation - By KF [Public domain], via Wikimedia Commons

Prüfungssituation – By KF [Public domain], via Wikimedia Commons

Rechtzeitiges Lernen spart den Spickzettel

Bei allem Verständnis für die Gefühle und Ängste, die einem vor einer Abschlussprüfung überkommen können, habe ich mich im Vorfeld meiner Prüfung dazu entschieden, frühzeitig mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen: Knapp 6 Monate vorher habe ich begonnen mir einen Überblick über die möglichen Themengebiete zu machen. Unter Zuhilfenahme des Kompendiums und mit dem Blick auf die Themen der vorangegangenen Winter- und Sommerprüfungen hatte ich recht schnell ein Gefühl dafür, welche Entwicklungen in den Köpfen der Aufgabenersteller stattfinden: Oftmals werden Themen über mehrere Prüfungen ausgedehnt und die abgefragten Fachgebiete nur enger gefasst. Seit der Sommerprüfung 2011, in der ich dran war kommen jedes mal aufs Neue die Themen SQL, XML und Videobearbeitung in mehr oder weniger abgewandelter Form daher. Deswegen möchte ich Dir hier nun ein paar Tipps an die Hand geben. Die musst Du nicht sklavisch befolgen, aber vielleicht ist der eine oder andere brauchbare für Dich dabei.

Blicke in die vorangegangenen Prüfungen

In den meisten Berufsschulen wird es wohl so sein, das man vom Lehrer alte Prüfungen ausgehändigt bekommt. Sieh Dir hier an, wie tief in die einzelnen Teilbereiche eingedrungen wurde. Wird in der Prüfung vom letzten Jahr eher die Oberfläche abgefischt und nach allgemeinen Dingen gefragt, kann es durchaus sein, dass es in Deiner Prüfung etwas mehr ins Detail geht. Alte Prüfungsfragen helfen Dir auch ungemein dabei, dich an die in Prüfungen verwendete Sprache zu gewöhnen. Lies Dir die Fragen aufmerksam durch und frage Dich: Was verstehe ich? Was will der Aufgabensteller wissen? Gibt es „versteckte“ Hinweise? Je mehr Du Dich mit der Prüfung auseinandersetzt, desto eher wirst Du ein Gefühl dafür bekommen, was von Dir verlangt wird. Dein Ziel kann es zum Beispiel sein, ein gutes Gefühl zu haben, wenn Du eine Aufgabe gelesen hast. Dies erreichst Du nur, wenn Du relativ schnell erkennst, worauf es ankommt.

Wäge ab und sortiere aus

Hast Du ein Gefühl für die Fragen und einen groben Überblick über das was theoretisch abgefragt werden kann, gilt es auszusortieren. Veraltetes kann man über Bord werfen. HTML4 und pixelgenaues Webdesign mit Bildern werden Dir wohl nicht mehr begegnen. Relevant sind heutzutage eher Themen wie das multimediale Aufarbeiten von Daten, etc. So kannst Du Dich durchs Kompendium und Deine Berufsschulunterlagen arbeiten und hast am Ende einen Katalog an möglichen Themen beisammen, die für Dich von Relevanz für die Prüfung sein können. Im nächsten Schritt kannst Du dann aussortieren, was Du bereits kannst, weil Du es täglich im Betrieb einsetzt, oder es Dir einfach liegt. Sei dabei ehrlich zu Dir selbst. Niemand kann alles. Vorallendingen nicht während der Ausbildung. Im Idealfall hast Du jetzt bereits Mitte oder Ende Januar die Themen im Überblick, bei denen noch Arbeit auf Dich zukommt und hast dabei aber alleine durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit Deinem Beruf bereits einiges gelernt, ohne Dich in eine stille Ecke zurückzuziehen zu müssen.

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

Welchen Beruf lernst Du nochmal? Mediengestalter? Und was machen Mediengestalter? Richtig, sie versuchen Kommunikation in geordnete Bahnen zu bringen und damit erfolgreich zu machen. Suche den Kontakt mit deinen Mitschülern aus Deiner Klasse, hol Dir Entscheidungshilfen bei Kollegen in Deinem Betrieb, insbesondere bei denen, die Ihre Prüfungen vor kurzem absolviert haben. Finde Anregungen und gleichgesinnte im Netz. Überall und auf jeder größeren Plattform sprießen Onlinelerngruppen aus dem Boden. Schließ‘ Dich ihnen an, lies Dir die Fragen der anderen durch und versuche sie aktiv zu beantworten. Wenn Du Dich dafür einlesen musst, um so besser. Dann verbindest Du das Lernen für Deine Abschlussprüfung mit der Möglichkeit einem anderen bei seiner Vorbereitung zu helfen. Stelle Fragen, wenn Du etwas absolut nicht verstehen kannst. Ein anderer Blickwinkel öffnet meist auch den eigenen Kopf.

Wenn Du Dich jetzt fragst: „Was will der Alte von mir? Wir bekommen doch erst 8 Wochen vorher die Prüfungsthemen. Das reicht dann schon auch noch!“, dann lass Dir gesagt sein, dass es unglaublich viel Arbeit ist, die man in diesen acht Wochen erbringen muss. Du musst arbeiten in Deinem Betrieb, die Prüfungsvorbereitung durchziehen und ab und an, will man vielleicht auch mal was mit dem Freund, oder der Freundin unternehmen. Je weiter Du mit Deiner Vorbereitung bist, desto weniger kann Dich auf dem falschen Fuß erwischen, wenn die Themen bekannt gegeben werden. Am Ende wird Dich dann immer noch das eine oder andere Thema überraschen und Du musst immer noch eine ganze Menge lernen. Dafür musst Du dann vielleicht die anderen Themen nur nochmal auffrischen oder kannst in diesen Bereichen vollkommen entspannt in die Prüfung gehen.

Entspannt die Prüfung bestehen

Und genau darauf kommt es an. Ich verspreche Dir, das Du immer aufgeregter sein wirst, je näher die Prüfung kommt. Je später die Nervosität einsetzt, desto konzentrierter kannst Du lernen. Die Prüfungssituation wird noch nervenaufreibend genug – Egal, wie viel Du im Vorfeld gelernt hast. Der Unterschied ist: Du wirst nicht panisch und Du brauchst kein Typomaß als Spickzettel.